Die Galeone „La Couronne“

Geschichte

Die La Couronne war das erste vollständig in Frankreich entworfene Schiff. Sie wurde 1636 auf der Werft La Roche Bernard in Dieppe durch den Schiffsbaumeister Charles Mourier gebaut. Grundlage war, dass Kardinal Richelieu den rivalisierenden, französischen Hafenstädten ein Flottenbauprogramm befahl. Die großen englischen Schiffe, wie die Souvereign of the Seas stellten für Frankreich eine große Bedrohung dar. La Couronne war allerdings nie an schwerwiegenden Kampfhandlungen beteiligt.

Das Schiff

La Couronne wurde als dreimastige Galeone konzipiert. Am Bugspriet waren zwei Sprietsegel angebracht. Vormast und Großmast waren rahgetakelt, wobei die Marssegel die Untersegel an Größe übertrafen. Der Gallion, typisches Merkmal einer Galeone, war sehr breit und lang. Das Heckkastell wurde sehr hoch gebaut, um Enterungen zu erschweren. Die Bewaffnung des Schiffes war in drei Decks aufgestellt. Das erste Deck verfügte über 32 Achtzehnpfünder Culverinen, die zweite Batterie besaß 24 Neunpfünder und die dritte 18 Sechspfünder. Vier Culverinen konnten nach vorne feuern, acht nach achtern. Insgesamt war die Galeone mit 74 Geschützen bewaffnet. Trotz des dadurch hohen Gewichts war sie schnell und wendig. Die La Couronne sollte ein Schiff sein, das die Macht Frankreichs widerspiegeln sollte. Deshalb achtete man sehr auf aufwändige Verzierungen. Gerade am Heckkastell wurden viele Intarsien und Schnitzereinen angebracht. Besonders aufwändig waren die Lampen am Heck gearbeitet, die die La Couronne als Admiralschiff kennzeichneten.

Daten:

  • Länge: 70,00 m
  • Breite: 14,29 m
  • Höhe Großmast: 32,48 m *
  • Tiefgang: 7,00 m *
  • Heck über Wasserlinie: 18,50 m *
  • Verdrängung: 1958 Tonnen *
  • Zuladung: 3916 Tonnen *
  • Besatzung: 638 Mann *
  • Steuerung: Hebelruder (Steuerräder wurden erst im Jahre 1705 eingeführt)